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Hofmann/Pincer
Neubau Doppelhaus Metzmachersrath 16

Die meisten Bauherren bauen nur einmal im Leben. Deswegen sollte das Resultat optimal zu ihren Erwartungen passen. Ein gutes Architekturbüro geht auf die Wünsche der Bauherren ein und entwickelt daraus Vorschläge, die sowohl technisch sinnvoll als auch ästhetisch angebracht und nicht zuletzt nachhaltig sind.


Nicht immer lassen die Grundstücke die Bebauung zu, die man sich wünscht. In diesem Fall war das Grundstück für die Bauherren zu groß. Da eine Doppelhausbebauung zulässig war, hat man sich mit Freunden entschlossen das Grundstück zusammen zu kaufen, und es in der Mitte zu teilen. So konnten schließlich sogar jeder ihre Doppelhaushäflte darauf planen. Dieser Lösungsansatz der Bauherren sollte sich für das gesamte Bauvorhaben lohnen. Um ihr Traumhaus
zu realisieren, haben die Bauherren gemeinsam mit den Architekten viel Zeit darin investiert, alle Möglichkeiten zu überprüfen, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Kostenbewusste Planung
Um kostenbewusst planen zu können, ist es notwendig, als Bauherr die Priorität nicht auf die Kürze der Bauzeit zu setzten. Es muss Zeit vorhanden sein, aus Kostengründen Geplantes zu überarbeiten und nach günstigeren, aber
gleichwertigen Lösungen zu suchen. Nicht nur die Gesamtkosten des Bau waren von Anfang fixiert, sondern auch die energiesparende Beheizung mit einer Biomasseanlage und die dadurch erforderliche Fußbodenheizung. Um eine Optimale Energiebilanz zu erreichen, weist das Haus klare Linien auf und ein optimales Verhältnis von Volumen zur Oberfläche.
Ferner weist das Gebäude keinerlei Wärmebrücken auf und ist rundum mit einer ca. 16 cm starken Dämmung die uns von Weber-maxit und Kingspan zur Verfügung gestellt wurde. Die Dämmung weißt eine Wärmeleitgruppe von 0,021 W(mK). Die ca.18m² große Glasfassade die nach Süden ausgerichtet ist bringt im Winter bei niedrigen Sonnenstand ca. 500 Watt Energie zusätzlich.
Fensterelement mit einem geringen Rahmenanteil hochwertiger als ein Element mit hohem Rahmenanteil. So ist also die formale Entscheidung zu Fenster mit geringen Rahmenanteil nicht nur kostengünstig, sondern auch energieoptimiert. Die
hochwertige 3-fach Verglasung mit einem Uw=wert von 0,6 trägt ihren Teil dazu bei.

Energetisches Konzept:
Das Gebäude verfügt über einer Vollautomatische Pellets-Kombi-Anlage mit Brennstofferkennung und Lambda Sonde, um einen optimalen Wirkungsgrad von 96,3% zu erreichen. Zu dem Paket gehören eine 9KW Pelletsanlage, ein 800 Liter
Pufferspeicher, Frischwasserstation und 11,6 qm der neusten Generation von Solarflachkollektoren für Warmwasser und Heizunterstützung. Die Frischwasserstation stellt man sich ähnlich wie einen haushaltsüblichen Durchlauferhitzer vor, nur mit dem Unterschied, dass die Anlage keinen Strom
benötigt. Das System benutzt die gespeicherte Energie aus dem 800l Puffer. Über einen integrierten Wärmetauscher wird auf Abfrage warmes Wasser z.b. für Dusche erzeugt. So wird die Energie dann benutzt, wenn man sie auch braucht.
Die Pelletsheizung und die Solaranlage arbeiten so zu sagen im Einklang miteinander.
Das System kontrolliert und regelt über mehrere Temperatur-Fühler im Pufferspeicher ob die Mindestgradzahl von 50 erreicht oder unterschritten wird. Je nach Jahreszeit und Wetterlage wechseln sich die Anlagen untereinander ab, um
den Pufferspeicher auf die Temperatur zwischen 50-70 Grad Celsius zu halten. Somit ist gewährleistet, dass durch die Speicherung keine Energie verschwendet wird und dem Bewohner zu jeder Jahreszeit genügend Energie zur Verfügung steht.
Im Gegensatz zu Erdwärmepumpen verbraucht die gesamte Anlage so gut wie keinen Strom und ist in der Anschaffung nur halb so teuer. Es wurde sowohl aus ökonomischen als auch ökonomischen Gründen auf eine Erdwärmepumpe mit
überproportionalen hohen Stromverbrauch und einer ebenso stromverbrauchende Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verzichtet. Durch die Physik und einer intelligenten Architektur des Hauses wurde geschafft über dank des Kamineffekts, ein behagliches Raumklima mit einer natürlichen Belüftung sichergestellt. Die Materialien würden so gewählt, dass nach dem Durchlüften die
gespeicherte Energie aus den Wänden wieder langsam an die Innenluft weitergegeben wird.
Ferner verfügt das Gebäude über eine 5000 l Regenwasserzisterne für WC Spülung, Waschmaschine und der Gartenbewässerung. Die Spülmachine ist an den Warmwasserkreislauf angeschlossen. Somit wird auf das unnötige Aufheizen von kaltem Wasser verzichtet.
In diesem Projekt wurde mit einfachsten Mitteln aus Kombination von Form, Materialien und mechanischer Technik ein Gebäude entwickelt, das ökonomisch und ökologisch dem heutigen Standard weit voraus ist.

 

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Kontakt

Hofmann/Pincer
Metzmachersrath 16
42111 Wuppertal

Tel. 0202-94670635
Fax 0202-94670635

www.p13-architektur.de


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