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EnergieAgentur. NRW
Erneuerbare Energien in NRW: Entwicklungspotenzial mit globaler Bedeutung.

An der Kasinostraße mitten im Herzen von Elberfeld hat die EnergieAgentur.NRW ihren Sitz. Die EnergieAgentur.NRW ist eine Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen, die seit nunmehr 21 Jahren Unternehmen und Kommunen in Fragen der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien berät und weiterbildet.


In einem Ranking der nationalen Energieagenturen durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wurde die EnergieAgentur.NRW 2009 und 2010 jeweils auf Platz eins gesetzt. Die EnergieAgentur.NRW ist deutschlandweit die größte Landes-Energieagentur mit inzwischen rund 80 Mitarbeitern. Die Erfolge der EnergieAgentur.NRW können sich sehen lassen: Deutscher Solarpreis, Europäischer Solarpreis, Spezial-Preis der Jury der „Regional Renewable Energy Partnership“ der Europäischen Union, Weiterbildungs-Innovationspreis des Bundesinstituts für Berufsbildung, Regio-Star-Award der Europäischen Kommission, Ernennung des Projektes „missionE“ der EnergieAgentur.NRW zum offiziellen Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Der Name EnergieAgentur.NRW steht für 50 Solarsiedlungen, bald vermutlich für 100 Klimaschutzsiedlungen, für über 100 Kommunen, die am European Energy Award teilnehmen, für 1100 Schulen, die bei EnergieSchule.NRW mitmachen, für über 5000 Mitstreiter im EnergieWirtschaftscluster, für über 100.000 Besucher im Energieberatungsmobil, für 45.000 Gebäude- und Solarchecks, die von Handwerkern und Architekten durchgeführt werden und Investitionen von über 300 Mio. Euro auslösten. Der Name steht auch für fast 20.000 Haushalte in NRW, die mit Holzpellets oder für 70.000 Haushalte in NRW, die mit Wärmepumpen heizen.

Seit der Gründung der EnergieAgentur.NRW haben sich vor allem die Vorzeichen in Sachen Erneuerbare Energien gewandelt. Wenn ein Ingenieur der EnergieAgentur.NRW in den Energiezentralen großer, mittlerer oder kleiner Unternehmen die Solarthermie in die Runde wirft, zuckt niemand mehr vor Schreck zusammen. Inzwischen haben sich Fachtermini der Erneuerbaren soweit durchgesetzt, dass jeder sie zumindest schon einmal gehört hat. Vor 15 Jahren hätte der Energieberater noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Heute weiß man zumindest, dass Sonnenenergie, Holzheizungen oder Effizienzpumpen ökonomisch und ökologisch gleichermaßen nutzbringend sein können.

Für Erneuerbare Energien sprechen gute Gründe: Deutschland ist aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur in besonderem Maße von den weltweiten Energiebedarfssteigerungen und Energiepreisschwankungen betroffen. Mittelfristig sind weitere Strompreisanstiege wahrscheinlich. Die Kilowattstunde Strom kostet derzeit für gewerbliche Kunden zwischen 5 und 12 Cent, für den Endverbraucher bis zu 22 Cent. Seit 2004 stagnieren zudem die Gaspreise auf hohem Niveau. Derzeit kostet die kWh ca. 1,8 Cent im Großhandel. Energie wird aber nicht bloß teurer, die Kosten sind inzwischen ein betriebswirtschaftlich unkalkulierbarer Posten.

Kommt zur betriebswirtschaftlichen Kalkulation der Aspekt der Klimaverträglichkeit hinzu, versprechen Sonne, Wind und Wasser mittel- bis langfristig eine kostengünstige Bereitstellung, eine quasi-unendliche Verfügbarkeit und – gleichzeitig – Umweltverträglichkeit. Entsprechend hat die Branche der Erneuerbaren an Bedeutung für den Wirtschaftsstandort NRW zugelegt. Experten erwarten in ihren Prognosen für die Branche eine Umsatzsteigerung auf zweistellige Milliarden-Beträge und einen Anstieg der Beschäftigungszahlen auf landesweit 40.000 in der kommenden Dekade.

Was früher kurios erschien, ist inzwischen praxistauglich. Zum Beispiel Solarthermie zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie zu nutzen. Oder Windenergie.

Die Windenergie ist die tragende Säule der Erneuerbaren Energien. Die politische Vorgabe lautet: Ohne einen deutlichen Ausbau der Windenergie wird NRW die Klimaschutzziele nicht erreichen. Deshalb soll der Anteil der Windenergie in NRW von heute gerade einmal drei Prozent an der Stromversorgung auf mindestens 15 Prozent bis 2020 ausgebaut werden.

NRW gilt als ein hervorragender Windenergiestandort. Nordrhein-Westfalen hat weltweit die höchste Standortdichte von Getriebeherstellern für Windkraftanlagen. Fünf der weltweit führenden Getriebehersteller haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Und: Jedes zweite weltweit in Windenergieanlagen eingesetzte Getriebe kam in den vergangenen Jahren aus Nordrhein-Westfalen.

Nach Schätzung des Bundesverbandes WindEnergie verdienen allein an Rhein und Ruhr rund 10.000 Menschen ihr Geld mit dem Bau von Windkraftanlagen. Betrachtet man die Wert¬schöpfungskette mit Vorleistungen, Installation, Service und Betrieb, so kann für Windbranche in Deutschland von einer Beschäftigungszahl von etwa 100.000 ausgegangen werden.
Mit einer Exportquote von 75 % und einem Umsatzanteil deutscher Windanlagen-hersteller am Weltmarkt von 17,5 % im Jahr 2009 konnte die deutsche Windindustrie ihre internationale Spitzenposition behaupten. Diese Position gilt es zu sichern und weiter auszubauen, denn die perspektivisch steigende Nachfrage nach Windenergie¬anlagen im In- und Ausland garantiert zukunftssichere Jobs in der Windindustrie.

Die Erneuerbaren in Nordrhein-Westfalen sind nicht nur industriepolitisch, sondern auch energie- und klimaschutz¬politisch von globaler Bedeutung.

 

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Kontakt

EnergieAgentur.NRW
Kasinostr. 19-21
42103 Wuppertal
Tel.: (0202) 2 45 52-0
Fax: (0202) 2 45 52-30

www.energieagentur.nrw.de


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