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Stadt Wuppertal
Preisträgerin beim Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010“

Die Stadt Wuppertal setzt sich seit Jahren für umweltgerechte und nachhaltige Verfahren ein. Zahlreiche Verwaltungsstellen stehen beratend zur Seite, wenn Bürger Unternehmen und Institutionen Hilfe bei der Lösung ihrer Aufgaben benötigen. Wuppertal als traditionell nachhaltige Gemeinde konnte sich auch in der jüngeren Vergangenheit durch zahlreiche Maßnahmen und damit verbundene Anerkennung durch verschiedene Auszeichnungen positionieren.


„Erfolgreich umgesetzte, innovative Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen“
Stadt Wuppertal (Nordrhein-Westfalen): „Urlaub für das eigene Auto“
Die Stadt Wuppertal erhielt die Auszeichnung für ihre Aktion „Urlaub für das eigene Auto“, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Monat auf das eigene Auto verzichteten und stattdessen klimafreundlichere Wege der Fortbewegung ausprobierten. Über die dabei gemachten Erfahrungen wurde in verschiedenen Medien kontinuierlich berichtet und zum Nachmachen angeregt.

Leben ohne Auto als Experiment
Urlaub ist eine gute Gelegenheit, sich auf Neues einzulassen, entsprechende Erfahrungen zu sammeln und Abstand von eingefahrenen Verhaltensmustern zu bekommen. Bei der Aktion „Urlaub für das eigene Auto“ haben sich acht Wuppertaler Familien auf das Experiment eingelassen, ihr Auto „in den Urlaub zu schicken“ und ihren Alltag einen Monat lang, vom 24. August bis zum 22. September 2009, über neue Pfade zu meistern. Tägliche Wege und Erledigungen wurden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Bus und der (Schwebe-)Bahn zurückgelegt. Lediglich im „Notfall“ konnte das Car-Sharing-Angebot der Wuppertaler Stadtwerke zu vergünstigten Konditionen genutzt werden. Im Tausch gegen die Autoschlüssel gab es Monatstickets für die gesamte Familie sowie ein kostenloses Beratungsangebot zum Thema klimafreundliche Mobilität von vier verschiedenen Wuppertaler Institutionen: Ressort Umweltschutz der Stadt Wuppertal, Verbraucherzentrale, Stadtwerke und Energieagentur. Außerdem wurden alle Beteiligten in den Wuppertaler Zoo und zum Besuch der Schwebebahnwerkstatt eingeladen. Für die Stadt entstanden durch die Aktion keine Kosten, da die Tickets von den Stadtwerken bereitgestellt wurden.
Lebensnahe Berichterstattung sorgt für viele Nachahmer
Die Aktion verfolgte gleich mehrere Ziele. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten angestoßen werden, ihr eigenes Mobilitätsverhalten zu überdenken. Die bei der Aktion gemachten Erfahrungen sollten dann über die Familien hinaus dazu führen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, über das eigene Mobilitätsverhalten nachzudenken. Zusätzlich sollte eine Diskussion über mögliche Defizite im Angebot für Fußgänger und Radfahrer oder im öffentlichen Personennahverkehr angeregt werden. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte per Aufruf über verschiedene Medien. Bei der Auswahl achtete die Stadt darauf, dass die teilnehmenden Haushalte unterschiedlich strukturiert waren, um möglichst viele Lebenssituationen einbeziehen zu können. Die breite Öffentlichkeit erreichte die Stadt durch eine gezielte Einbindung regionaler Medien wie die Fernsehsendung WDR Lokalzeit, die Westdeutsche Zeitung, die Wuppertaler Rundschau und Radio Wuppertal, die kontinuierlich über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten. Sogar in den Tagesthemen und im europaweiten Programm der Deutschen Welle wurde die Aktion vorgestellt. In Form von Interviews oder filmischer Begleitung durch den Alltag wurden die Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Reportagen und Berichten sehr lebensnah dokumentiert. Zahlreiche Rückmeldungen von Zuschauern und Lesern bei der Stadt über eigene Verhaltensänderungen haben gezeigt, dass die Botschaft gut angekommen ist. Die Idee zur Aktion entstand im Zusammenhang mit den Planungen für die „Europäische Woche der Mobilität“, an der die Stadt Wuppertal 2009 erstmals teilgenommen hat.

Verwendung des Preisgeldes
Laut Wettbewerbsregeln müssen die Gewinner das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wieder in die Umsetzung von Klimaschutz-Vorhaben investieren. Dazu der Bau- und Umweltdezernent der Stadt Wuppertal, Frank Meyer: „An Ideen und Kreativität mangelt es in unserer Stadt zwar nicht, jedoch fehlen immer öfter die finanziellen Mittel, um sie in die Tat umzusetzen. Die mit dem Preisgeld verbundene Chance wollen wir nutzen. Wir werden z.B. zu einer ‚CO2-Diät’ aufrufen, Pedelecs für den Dienstgebrauch anschaffen und ein ‚Klimasparbuch’ mit Gutscheinen für nachhaltigen, klimaschonenden Konsum realisieren.“

 

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Kontakt

Stadtverwaltung Wuppertal
Johannes-Rau-Platz 1
D-42275 Wuppertal
Tel.: (0202) 563-0

www.wuppertal.de


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