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Koberg/Wildwechsel
Neuer Brillentrend kommt aus Wuppertal

Modische Brillen, die nicht beim nächsten Trend schon wieder aus der Mode sind und dazu noch höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen: so einfach sind die Anforderungen, die die Produkte von Antonia und Martin Koberg erfüllen müssen.


Als Antonia und Martin Koberg vor 20 Jahren den ersten Kontakt mit Brillen hatten, war die Optiker-Welt noch in Ordnung. Die Geschäfte liefen durchgehend gut. Alle waren zufrieden. In den Neunzigern glaubten etablierte Brillenhersteller ihr Seelenheil in Asien zu suchen. Produktionen wurden ausgelagert und Unternehmensberatungen wussten alles viel besser. Hersteller, die in Deutschland verblieben verschwanden nach und nach vom Markt. „Wir können ja nicht überleben, bei den Produktionspreisen“, hieß es dann immer. Andere kleinere Firmen konnten sich sehr wohl auf dem Markt positionieren, dank ihrer Innovationen. Und die anderen? Der Rubel rollt – genau die richtige Entscheidung nach Asien zu gehen. Heute kämpfen große Hersteller um ihr Überleben. Qualitätsprobleme, galoppierende Produktionspreise und mangelnde Differenzierung – die Sünden der Vergangenheit holen sie nun ein.
Antonia und Martin Koberg haben jeden Tag viele Brillen in ihren Händen, denn sie sind auch Inhaber der Firma Optik Pfaff. Martin Koberg hat bereits viele Brillen für andere Brillenhersteller kreiert und weiß genau worauf es bei einer Brille ankommt.
Eine Kollektion, die ihren Ansprüchen in Preis und Qualität genügt, ist heute nicht mehr leicht zu finden. So kamen die beiden Brillenfreaks auf die Idee eine ganz neue Brille zu entwickeln. Ein besonderes Material sollte es sein, flexibel, leicht und unzerbrechlich. Die Brille muss anatomisch und ergonomisch perfekt sein. Die Technik unkompliziert und haltbar. Zu dem gab es da noch eine große Herausforderung. Die neue Firma bekommt ein eigenes ökologisches und ökonomisches Manifest. Natürlich kennen wir genau die Hersteller, die eventuell unser Vorhaben hätten realisieren können. Die sitzen aber in Asien. Wenn sie ohne Patente in Asien eine Weltneuheit zu Produktion freigeben, laufen sie Gefahr das ihre eigene Veröffentlichung bereits ein alter Hut ist. Eine Produktion in Asien, speziell in China kommt für uns nicht in Frage. Wir möchten die Menschen sehen und mit ihnen sprechen, die Brillenteile für uns fertigen. Wir wollen ein Produkt was zu 95% aus Deutschland kommt, ein Produkt an dem jeder Beteiligte sein Geld verdient und so unserer sozialen Nachhaltigkeitskomponente gerecht wird. Wir suchten einen Hersteller der noch nie etwas mit Brillen zu tun gehabt hat. Wir fanden auch einen Hersteller der unsere Displays herstellt und ganz viele andere tolle Zulieferer. In einem Radius von ca. 50 km kaufen wir unsere Produktion zusammen, außer unser Farbenlieferant, der sitzt in Frankreich.
Schau nicht so weit in die Ferne, denn das Glück liegt meist vor deinen Füßen. Nachhaltigkeit ist für die beiden natürlich auch ressourcensparende Unternehmensführung. Der Versand go green, die Firmenfahrzeuge unter 120g co2 Ausstoß und das Obst für die Mitarbeiter, soweit wie es geht ist Bio.
Alle Teile aus der Herstellung sind recycelbar oder sind bereits recycelt worden. Im Sommer diesen Jahres wird sogar die weltweit erste zu 100% wieder verwertete Brille erhältlich sein. Das Troxler Haus in Wuppertal wird produktionsbedingte Abfälle aufbereiten, die wir so dem normalen Produktionsprozess wieder zu führen können.
2 Jahre haben sie gebraucht um nun mit ihrer Firma Wildwechsel durch zu starten.
Prototypen ohne Ende, Niederlagen und immer wieder: „das geht so nicht“, sie haben sich nicht entmutigen lassen und der Erfolg gibt ihnen Recht. Sei innovativ, differenziere dich und denke bunt.

 

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Kontakt

Optik Pfaff
Willy-Brandt-Platz 9
42105 Wuppertal-Elberfeld
Tel +49(0)202-452972
Fax +49(0)202-441070

www.optik-pfaff.de


Antonia und Martin Koberg