Zum Artikel springen

Wupperverband
Mit Energie in die Zukunft

Aufgaben des Wupperverbandes ist die Beachtung aller Einflüsse und Faktoren, die auf die Wasserwirtschaft seines Verbandsgebietes einwirken. Er engagiert sich für nachhaltigen Umweltschutz und setzt verstärkt auf alternative Energien.


Der Wupperverband ist der größte Erzeuger regenerativer Energie in seinem 813 km2 um-fassenden Verbandsgebiet. Energieeffizienz, Steigerung der Eigenerzeugung aus erneuerbaren Energien und marktorientierter Ein- und Verkauf sind die drei Säulen, die der Verband weiter entwickeln wird.

Das Energiemanagement hat für den Wupperverband aus Kosten- und Umweltgesichtspunkten eine große Bedeutung. In der Energieeffizienz und dem Ausbau der Eigenerzeugung liegen nach wie vor die zentralen Möglichkeiten, die steigenden Energiekosten zu mindern und den Ausstoß von CO2 zu minimieren.
Bei einem jährlichen Stromverbrauch von 41 Mio. Kilowattstunden zum Betrieb seiner Anlagen erzeugt der Wupperverband derzeit etwa 31 Mio. Kilowattstunden aus Klärgas, Dampf- und Wasserkraft sowie Sonnenenergie. Mit seinen 7 Blockheizkraftwerken, 6 Wasserkraftanlagen, einer Dampfturbine und 5 Fotovoltaikanlagen produziert der Verband rechnerisch rund drei Viertel seines Strombedarfs auf den eigenen Anlagen. Der Strom wird überwiegend direkt vor Ort zum Betrieb der Anlagen genutzt, ein Teil (rund 16 Prozent) wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Bis 2020 will der Wupperverband seinen Stromverbrauch von 41 Mio. auf rund 37 Mio. Kilowattstunden pro Jahr senken und gleichzeitig die Eigenerzeugung auf 45 Mio. Kilowattstunden steigern.

Dampfkraft und Klärgas in Strom umwandeln
Die Inbetriebnahme der neuen Dampfturbine in der Schlammverbrennungsanlage (SVA) Buchenhofen und die Erweiterung des Blockheizkraftwerkes (BHKW) auf dem Klärwerk Kohlfurth waren in 2011 wichtige Meilenstein zur Steigerung der regenerativen Energieerzeugung. Zum Betrieb seiner SVA benötigt der Wupperverband jährlich etwa 10 Mio. Kilowattstunden Strom. Durch die Steigerung der Eigenerzeugung von zuvor 2 Mio. auf jetzt rund 8 Mio. Kilowattstunden kann der Stromzukauf um 6 Mio. Kilowattstunden pro Jahr reduziert werden.
Nach Maßnahmen zur Annahme und Bewirtschaftung von vergärbaren Substraten (Co-Vergärung) wurden in den Monaten Mai und Juni etwa 25.000 kWh mehr Strom erzeugt, als verbraucht wurden. Möglich und vor allem auch ökologisch sinnvoll wird dies aber nur, wenn neben der optimierten Eigenerzeugung die nötigen Schritte im Bereich der Verbrauchsoptimie-rung gemacht werden.

Wasserkraft nutzen
Im Bereich der Wasserkraftnutzung untersucht der Wupperverband das Erweiterungs- und Optimierungspotenzial und prüft die Ergebnisse auf ihre Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit. In der umsetzungsreifen Projektierung befindet sich derzeit eine neue Wasserkraftanlage im Entnahmeturm der Großen Dhünn-Talsperre, die künftig bis zu 1,3 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugen soll.
Außerdem plant der Verband, die bestehende Wasserkraftanlage an der Wupper-Talsperre durch eine leistungsfähigere Anlage zu ersetzen (Repowering).

Regenerative Energie abgeben
Durch die bereits durchgeführten Optimierungen und die gesteigerte Eigenerzeugung auf den Klärwerken kommt es vermehrt zu Situationen, in denen bestehende Anlagen energieautark betrieben werden können oder sogar überschüssige Energie in das Netz der allgemeinen Ver-sorgung abgegeben werden kann. War bisher der marktorientierte Einkauf von Energie von Bedeutung kommt als weitere wichtige Aufgabe der Verkauf der überschüssigen Energie auf den Verband zu. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten durch Vergütungsmodelle außerhalb des EEG, Versorgung von Liegenschaften im Umfeld der Klärwerke und durch die Nachfrage nach Regelenergie.

Innovative Konzepte entwickeln
Neben der elektrischen Energie ist auch die Optimierung der Wärmesituation auf den Standorten von Interesse. Oftmals bestehen hier erhebliche Optimierungspotenziale hinsichtlich der Effizienz der Nutzung und der Verteilung, der Erzeugung und dem Bedarf der Wärmeenergie. Der Wupperverband bearbeitet diese Fragestellung in dem Projekt INNERS (Innovative Energy Recovery Strategies in the urban water cycle) Im Rahmen des durch das Programm INTERREG IVB North West Europe geförderten Projektes soll ein Blick auf den Energieverbrauch des gesamten Wasserkreislaufes geworfen werden, aufgrund der Projektbeteiligten liegt der Schwerpunkt im Abwasserbereich. Der Wupperverband untersucht den Aufbau eines lokalen Wärmeverbundnetzes am Standort Wuppertal Buchenhofen. Hier lassen sich Kläranlage, Schlammverbrennungsanlage, Wasserkraftanlage, Wohngebäude, Laborgebäude und Gewerbebetriebe miteinander verbinden.

 

Dieses Unternehmen ist auch in folgenden Kategorien engagiert

> Erneuerbare Energien   

 

 

Kontakt

Herr Dr. Erbe
Geschäftsbereichsleiter Abwasserreinigung/Klärschlammentsorgung
Tel.: 0202/583-285

www.wupperverband.de


Die Wuppertal-Talsperre (Wupperverband)


Klärwerk Buchenhofen (Wupperverband)


Schlammverbrennungsanlage (Wupperverband)